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Dysphonie


Unter einer Dysphonie versteht man eine Störung der Stimme, welche bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auftreten kann.


Dies äußert sich in u.a. folgenden Symptomen:


- schnelle Ermüdung der Stimme

- geringe Belastbarkeit der Stimme

- Anstrengung beim Sprechen-

- Heiserkeit

- Fremdkörpergefühl

- Räusperzwang


Mögliche Ursachen können u.a. direkte und indirekte Schädigungen durch Operationen sein, aber auch unökonomischer Gebrauch der Sprech- und Singstimme, z.B. durch falsche Atmung und Körperhaltung.


Jede Heiserkeit, die länger als 14 Tage fortbesteht, muss HNO-ärztlich untersucht werden!


Man unterscheidet folgende Bereiche:


Funktionelle Stimmstörungen

entstehen meist durch einen unökonomischen Stimmgebrauch (Atmung, Artikulation, Stimmgebung, Körperspannung). Darunter zählen die hyper- und hypofunktionellen Dysphonien.


Hyperfunktionelle Dysphonie

Die hyperfunktionelle Dysphonie ist die häufigste Stimmstörung, meist ist der gesamtkörperliche Muskeltonus (=Muskel-spannung) zu hoch. Die hyperfunktionelle Dysphonie entsteht durch unökonomischen Stimmgebrauch, die Stimme klingt rau, heiser, belgt, gepresst und knarrend, oftmals verbunden mit einer Fehlatmung (Hochatmung). Zusätzliche Symptome können Räusperzwang und frühzeitige Stimmermüdung sein.

Hypofunktionelle Dysphonie


Bei der hypofunktionellen Dysphonie ist meist der gesamtkörperliche Muskeltonus zu niedrig und zu schwach. Die Stimme klingt leise, behaucht, ist wenig steigerungsfähig und hat eine matte Klangfarbe.


Organisch bedingte Stimmstörungen

entstehen als Folge einer organischen Veränderung des Kehlkopfes, wie Entzündungen, Stimmlippenknötchen, Tumoren, Stimmlippenlähmungen (v.a. infolge einer Schilddrüsenoperation).

Therapie:

Zu Beginn der Therapie wird eine umfassende Anamnese und Befunderhebung durchgeführt. Im Rahmen der Stimmtherapie wird v.a. an den folgenden Bereichen gearbeitet:


- Wahrnehmung

- Tonusregulation

- Atmung

- Stimmgebung

- Artikulation

- Intention

- Persönlichkeit

 

Laryngektomie


Unter einer Laryngektomie versteht man die operative Entfernung des Kehlkopfes (=Larynx) aufgrund von Tumoren. Damit verbunden ist der Verlust der Stimme.


Therapie:

Den Schwerpunkt der Therapie bildet das Erlernen einer Ersatzstimme, z.B. das Erlernen der Ösophagusersatzstimme oder das Erlernen einer Ersatzstimme mit einer apparativen Sprechhilfe (z.B. Servox). Die Art und das Ausmaß der Operation entscheiden, welche Ersatzstimme für den Patienten in Frage kommt. Die Therapie sollte so früh wie möglich beginnen.